Presse aktuell

Hier sind einige Links zu aktuellen Artikeln rund um den Speicherkoog und unsere Pressemitteilungen zu finden:

 

Pressemitteilung 28.07.2022: NABU Kehrtwende bei Speicherkoog-Plänen - BINS begrüßt Entscheidung der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung der NABU Kreisgruppe Dithmarschen hat die Planungen des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog (kurz: KU) ablehnt. Mit 12-Stimmen bei zwei Enthaltungen ohne Gegenstimme entschieden die Mitglieder, dass sie eine Rücknahme der unkritischen Stellungnahme des NABU zu der geplanten Ferienhaussiedlung fordern und eine neue Stellungnahme abgegeben werden soll, mit der der NABU die Pläne ablehnt.
Der NABU hatte im August 2016 im Rahmen des Bauleitverfahrens mitgeteilt, keine Einwendungen gegen die geplante Ferienhaussiedlung und die weiteren Projekte zu haben. Die Planer hatten sich in der Vergangenheit stets darauf berufen, die touristischen Erweiterungen gemeinsam mit dem Naturschutz zu planen. „Die Entscheidung der Mitglieder führt zu einem längst überfälligen Schritt, nämlich die Fehleinschätzung aus 2016 zu revidieren.“ meint Tanja Matthies, ebenfalls NABU-Mitglied und Mitantragstellerin. Nicht nur sie, auch andere Mitglieder hatten die Haltung des Landesverbandes und der Kreisgruppe bezüglich der Pläne des KU seit mehreren Jahren kritisiert.
Ungewöhnlich erschien die Entscheidung des Vorstands der Kreisgruppe, Herrn Oing vom Amt Mitteldithmarschen als Vorstand des KU, über die derzeitigen Pläne im Speicherkoog referieren zu lassen. Letztlich ergab sich durch seinen Bericht und im Rahmen der anschließenden Diskussion für die Mitglieder der NABU-Kreisgruppe aber die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den Plänen zu machen, bevor über die gestellten Anträge zu entscheiden war. Die Zweifel der Mitglieder an der naturverträglichen Umsetzbarkeit der geplanten Übernachtungsmöglichkeiten im Speicherkoog Dithmarschen konnte Herr Oing nicht ausräumen. Besonders zweifelhaft empfanden die Mitglieder die Erklärungen Oings, wie die Einhaltung der Regeln aus dem noch zu erstellenden Besucherlenkungskonzepts kontrolliert werden soll. Dafür sei nach Auffassung Oings nicht das KU zuständig. Diese Aufgabe obliege vielmehr dem Kreis und den Schutzgebietsbetreuern. Den Mitgliedern bereitete außerdem großes Unbehagen, dass die Fläche am Meldorfer Hafen, auf der die Ferienhaussiedlung entstehen soll, an die Investorengruppe Tertius GmbH veräußert werden soll. „Damit gibt man sämtliche Kontrolle über das Gebiet aus der Hand“ wandte eines der NABU-Mitglieder ein. Die Ausführungen Oings, dass man dies durch Verträge mit der Betreibergesellschaft regeln wolle, überzeugten die Mitglieder nicht. Nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Betreibergesellschaft die Fläche weiterverkaufe. „Dann ist der Speicherkoog in der Hand von TUI oder einem ähnlichen Unternehmen“ befürchtete das NABU-Mitglied Wiebke Claußen. „Mit unserem Speicherkoog für die Dithmarscher hat das Gebiet dann bald nichts mehr zu tun – und mit einem Schutzgebiet für die Natur erst recht nicht.“ Neben der Ablehnung der geplanten Übernachtungsmöglichkeiten im Speicherkoog fordern die Mitglieder mit dem gefassten Beschluss, dass sich der NABU-Landesverband, der offizieller Schutzgebietsbetreuer der Naturschutzgebiete im Speicherkoog ist, stärker für effektiven Naturschutz einsetzen und einer Ausweitung der freizeittouristischen Nutzung entgegenwirken möge.
„Wir freuen uns sehr über diese einstimmige Entscheidung der Mitglieder und hoffen, dass nun die Naturschutzverbände gemeinsam die im Raum stehenden touristischen Erweiterungen verhindern und den Natur- und Artenschutz im Speicherkoog stärken“, zeigte sich Tanja Matthies, Vorsitzende der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog e.V., erleichtert.

 

DLZ 27.07.2022 NABU schärft Blick auf Speicherkoog

 

DLZ 29.03.2022 Zufriedene Gesichter und ein wenig Kritik

 

Pressemitteilung 28.03.2022: Betreuer für Schutzgebiete im Speicherkoog - BINS begrüßt Initiative des Kreises
Der Speicherkoog soll laut einstimmigen Beschlusses des Agrar- und Umweltausschusses des Kreises Dithmarschen (AUA) einen hauptamtlichen Betreuer für seine Schutzgebiete bekommen. Die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS e. V.) ist erfreut über diesen Schritt, den sie schon seit Jahren gefordert hat. Die Stelle für den Speicherkoog soll hälftig vom Land und vom Kreis finanziert werden. Sie ist als Projekt vom 1. Oktober 2022 für die Dauer von zunächst 5 Jahren angelegt. Die Unterbringung im Gebiet soll das Kommunalunternehmen (KU) mit einem von ihm bereitgestellten Wohncontainer am Mielespeicher realisieren.
Außerdem begrüßt die BINS, dass der Kreis in seiner Begründung für die Schaffung der Stelle die von der BINS seit Jahren im Speicherkoog angeprangerten Umweltprobleme endlich öffentlich eingestanden hat. Zu den „wesentlichen Problemen“ zählt laut Begründung „hohes Besucher*innenaufkommen mit unterschiedlichsten Interessen“ sowie „Probleme mit dem ruhenden Verkehr“. Des Weiteren gebe es „keine systematische Informations- und Aufklärungsarbeit“ sowie „fehlende*r zentrale*r Ansprechpartner*in und daher keine / schlechte Absprachen zwischen den Akteur*innen“.
Auch bemängelt der AUA die „ungelöste Situation um den Wattwurm (baufälliges Info-Gebäude, unbeständige Öffnungszeiten, Neubau Nationalparkhaus fraglich)“ und die „unzureichende Betreuung des LSG Nordkoog“. Weiteren Handlungsbedarf sieht der AUA wegen „unzureichender fachlicher Kartierung des Brutvogelaufkommens im gesamten Koog“ sowie wegen „Verstößen gegen naturschutzfachliche Regelungen durch Besucher*innen“. Die aufgelisteten Umwelt-Probleme werden von der BINS seit Jahren bemängelt, ohne dass bisher etwas dagegen unternommen wurde.
Besonders begrüßt die BINS die Feststellung in der weiteren Begründung, in der es heißt: „die Probleme werden sich absehbar zeitnah verschärfen“. Dies begründet der AUA unter anderem mit: „Die touristische Entwicklung im Speicherkoog u. a. mit einer Ferienhaussiedlung von ca. 70 Häusern bzw. Hausbooten geht voran.“ Die BINS findet es nur folgerichtig, dass sich der AUA damit die Sichtweise der Bürgerinitiative zu eigen gemacht hat. Im Unterschied zum KU ist der AUA damit offenbar der Ansicht, dass von der geplanten Ferienhaussiedlung eine Beeinträchtigung der Umwelt im Speicherkoog ausgehen wird.
Zu den weiteren Problemen zählt der Kreis den Umstand, dass der „langjährige NABU-Gebietsbetreuer und vom Kreis bestellte Naturschutzdienstler“ im Sommer 2022 ausscheidet und stellt fest: „ein gleichwertiger Ersatz ist nicht absehbar.“
Problematisch findet der AUA auch, dass „das 2012 u. a. für den Speicherkoog gestartete, vom Kreis Dithmarschen aus Ersatzgeld mitfinanzierte Artenhilfsprogramm für die Uferschnepfe (LIFE-Limosa-Projekt) 2022 ausläuft“.
Erfreulich ist laut BINS, dass der Speicherkoog nicht nur von einem Ranger, der für mehrere Gebiete zuständig ist, mitbetreut werden soll, sondern eine Stelle ausschließlich für den Speicherkoog geschaffen wird. Ob eine Stelle ausreicht, dürfte allerdings fraglich sein. Nicht nur aus Gründen der Rechtssicherheit wird vielfach das Auftreten zu zweit erforderlich sein. Die Probleme sind vielfältig und umfangreich. Hinzu kommt Bedarf an Urlaubs- und Krankheitsvertretung, weshalb die BINS mindestens zwei Vollzeitstellen fordert.
Auch die Finanzierung der Stelle und die Ansiedlung beim Kreis sieht die BINS kritisch. Die vom Kreis zu tragende Hälfte soll aus Ersatzgeldern bezahlt werden. Ersatzgelder werden anstelle einer Realkompensation im Rahmen von Eingriffen in Natur und Landschaft gezahlt. Die BINS fürchtet eine rechtswidrige Zweckentfremdung der Ersatzgelder bei Verwendung für die Stelle des Schutzgebietsbetreuers, was aber von der konkreten Ausgestaltung der Stelle abhängt. Anstatt der Ansiedlung beim Kreis hätte die BINS eine feste Stelle beim betreuenden Verband oder bei der Integrierten Station Westküste bevorzugt. Auch die Befristung ist nicht nachvollziehbar, zumal die besondere Schutzbedürftigkeit des Gebiets nicht nach fünf Jahren endet.
Insgesamt wertet die BINS die Entwicklungen jedoch als positiv und hofft auf die Zustimmung des Kreistages. Diese kann erst in der Juni-Sitzung erfolgen, weil der Finanzausschuss vor der Kreistagssitzung im April nicht mehr tagt.

 

DLZ 29.12.2021 Gemeinde steigt aus

 

DLZ 26.11.2021 Fahrplan 2022 steht

 

DLZ 15.10.2021 Die Weichen werden nun gestellt (Anmerkung: Bericht zu den neuen Schildern am Speicherkoog)

 

DLZ 11.08.2021 Spontane Demo - BINS-Mitglieder diskutieren mit Ingrid Nestle (MdB)
Mitglieder der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS e.V.) haben die grüne Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestle mit einer Spontan-Demo überrascht. Hintergrund ist die Unterstützung, die Nestle für die Pläne des Kommunalunternehmens zum Bau einer Ferienhaussiedlung geäußert hat.
Vor dem Hotel zur Linde in Meldorf, in dem Ingrid Nestle im Rahmen ihrer Fahrradtour durch Dithmarschen übernachtete, hatten sich spontan einige Mitglieder der BINS mit Plakaten und Spruchbändern versammelt. „Ferienhäuser im Speicherkoog sind nicht GRÜN, Ingrid!“ stand darauf zu lesen und „Es gibt keinen sanften Tourismus!“
Ingrid Nestle nahm sich ebenso spontan Zeit für ein längeres Gespräch mit den Mitgliedern der BINS. Sie betonte, dass es möglich sein müsse, auch in Deutschland Urlaub zu machen, weil es klimaschonender sei als Fernreisen. Darüber hinaus mache sie sich stark für naturnahen Tourismus, der es Menschen erlauben müsse, auch per Fahrrad Ferienwohnungen am Meer zu erreichen. Mitglieder der BINS wendeten dagegen ein, dass die allermeisten Besucher im Speicherkoog immer mit dem Auto anreisen und gegen Ferienhäuser außerhalb des Koogs und einen wertschätzenden Besuch des Gebiets tagsüber nichts einzuwenden sei. Ingrid Nestle erklärte, dass es ein Umweltverträglichkeitsgutachten gebe, dass eine Ferienhaussiedlung im Speicherkoog unter entsprechenden Auflagen durchaus für möglich erachte. Mitglieder der BINS führten daraufhin an, dass das Umweltverträglichkeits-gutachten einen Anstieg der Zahl der Fahrten durch den Speicherkoog auf 60 000 pro Jahr schätzt, was wenig umweltfreundlich sei. Zudem lasse das Gutachten z.B. völlig offen, welche Anforderungen für eine noch naturverträgliche Nutzung an das Besucherlenkungskonzept zu stellen seien.
Zum Ende der lebhaften, aber wertschätzenden Diskussion wünschten die BINS-Mitglieder Frau Nestle gutes Wetter und viel Freude auf ihrer weiteren Fahrrad-Tour durch Dithmarschen.

 

Pressemitteilung 25.07.2021: Spende bei der Mitgliederversammlung: Verein Protecting Wildlife e.V. unterstützt die BINS e.V.

Der Verein Protecting Wildlife e.V., der seit einigen Monaten in Dithmarschen ansässig ist, freut sich sehr, die BINS e.V. (Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog) mit einer Spende von 500,00 € bei der Arbeit zu unterstützen.
Fait Strakerjahn, Vorsitzender Protecting Wildlife, sagt dazu: „Wir freuen uns sehr, anlässlich der Mitgliederversammlung der BINS eine kleine Spende für die sehr wichtige Arbeit vor Ort zu leisten. Die geplanten Projekte im Speicherkoog sind auch nach der Auffassung von Protecting Wildlife e.V. überholt und haben nichts mit einem Konzept für nachhaltigen Tourismus zu tun. Wir als Verein lehnen die geplanten Projekte, z.B. den Bau einer Ferienhaussiedlung u.ä., kategorisch ab. Der Speicherkoog soll unberührt in der jetzigen Form erhalten bleiben, weiterhin setzen wir uns für den kompromisslosen Schutz der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, wie z.B. den Kampfläufer, uneingeschränkt ein“.
Der Verein Protecting Wildlife wird sich auch in Zukunft für die BINS einsetzen, wir hoffen dabei auf eine engere gemeinsame Kooperation. Sollte es zu einem Klageverfahren im Hinblick auf die Bauplanung kommen, wird Protecting Wildlife auch diesen Schritt unterstützen.
Tanja Matthies, Vorsitzende der BINS, freut sich sehr über diese Unterstützung. „Wir sind überwältigt von der großzügigen Spende und danken dem Protecting Wildlife e.V. von Herzen. Diese unerwartete Unterstützung und überregionale Rückmeldungen motivieren uns ungemein, unserer Anliegen weiterzuverfolgen.“  

 

Pressemitteilung 24.06.2021: Bußgeldverfahren gegen Naturschützerin eingestellt

Das Amtsgericht Meldorf hat das Bußgeldverfahren gegen Tanja Matthies wegen unerlaubten Betretens eines Naturschutzgebietes im Speicherkoog eingestellt.  Die Begründung der Einstellung ist eine Niederlage für die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Dithmarschen, die das Verfahren gegen Frau Matthies angestrengt hatte.

Tanja Matthies, Vorsitzende der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS e.V.) hatte vor anderthalb Jahren im Rahmen eines Fernsehdrehs für das Schleswig-Holstein Magazin den Randbereich des  Naturschutzgebiets Kronenloch mit wenigen Schritten betreten. Sie wollte damit vor laufender Kamera demonstrieren, wie stark die Scheuchwirkung von Menschen auf Vögel ist. Den Fernsehbeitrag, der sich kritisch mit der geplanten Ferienhaussiedlung im Speicherkoog auseinandersetzte, hatte das Schleswig-Holstein Magazin am 29.09.2019 gesendet. Dies hatte die Ordnungsbehörde beim Kreis Dithmarschen nach Anzeige einer Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde zum Anlass genommen, Tanja Matthies unter anderem wegen vorsätzlichen Betretens eines Naturschutzgebietes einen Bußgeldbescheid in Höhe von 850 Euro zzgl. Gebühren zuzustellen.
Auf die Anzeige hingewirkt hatte der NABU Schutzgebietsbetreuer, der den Fernsehbeitrag gesehen hatte. Tanja Matthies hatte in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass im Speicherkoog diverse Störungen der Natur durch Verstöße ungeahndet blieben, weil eben dieser Schutzgebietsbetreuer und die zuständigen Behörden ihre Aufgaben nicht in ausreichendem Maße wahrnehmen würden und zu selten selbst im Gebiet seien. Damals blieben NABU und Naturschutzbehörde trotz Hinweisen von Frau Matthies im Wesentlichen untätig.
Gegen den Bußgeldbescheid hatte Frau Matthies Einspruch eingelegt und mit Hilfe eines Anwalts eine gerichtliche Entscheidung angestrebt. Das Amtsgericht Meldorf stellte das Verfahren nun mit der Zustimmung der Staatsanwaltschaft ein. Die Kosten des Verfahrens und die Anwaltskosten trägt die Staatskasse. In der Begründung stellt das Gericht fest: „Im Falle einer Verurteilung erschiene die Schuld (...) als derart gering, daß eine Ahndung nicht geboten wäre. Die Betroffene hat das Schutzgebiet nur kurz mit wenigen Schritten aus im Grundsatz billigenswerten Motiven betreten.“
Tanja Matthies nahm die Entscheidung zufrieden zur Kenntnis und sieht sich bestätigt. Die Juristin hatte über ihren Verteidiger auf eben diese billigenswerten Motive hingewiesen. Dass Frau Matthies sogar ihre Anwaltskosten zu erstatten sind, zeigt deutlich, was das Gericht von dem Verfahren hielt. Tanja Matthies, welche die Anzeige durch den NABU und die Naturschutzbehörde als Retourkutsche für ihre Kritik in der Vergangenheit empfand, ist zufrieden mit dieser sachlichen Entscheidung und stellt abschließend fest: „Naturschutzarbeit funktioniert eben nicht von der Couch aus.“

 

DLZ 25.05.2021 Rücktritt auf Amtsebene  (Anmerkung: Bericht über den Rücktritt von Uwe Vornheim im KU)

 

DLZ 21.05.2021 Koniks: Wenig Aussicht auf Gewissheit

 

DLZ 14.05.2021 Das Kapitel Koniks ist beendet

 

DLZ 13.04.2021 Das nächste Kapitel im Konik-Drama

 

DLZ 15.03.2021 Hand in Hand für den Naturschutz (Anmerkung: Bericht über das Angeln im Speicherkoog)


DLZ 10.03.2021 Sanfter Tourismus mit Selbstgebrautem

 

Pressemitteilung 04.03.2021: Hohe Hürden und starke Einschränkungen - FFH-Gutachten erteilt KU-Bauplänen einen Dämpfer

Hohe Anforderungen an den Naturschutz stellt das am 09.02.2021 veröffentlichte Umweltverträglichkeitsgutachten zu den Bebauungsplänen des Kommunalunternehmens im Speicherkoog. Dazu kommen deutliche Einschränkungen bei den geplanten Nutzungen. Alle Punkte, die die BINS im Rahmen des geplanten Ausbaus des Tourismus schon vorher als kritisch herausgestellt hatte, werden in dem Gutachten bestätigt. Warum der NABU Dithmarschen bei seiner Stellungnahme bleibt, dass keine Einwendungen bestehen, ist spätestens jetzt nicht mehr nachvollziehbar.
Die strengen Auflagen in dem vom Landschaftsplanungsbüro JACOB │FICHTNER erstellten FFH-Gutachten (Flora-Fauna-Habitat) verdeutlichen den Wert und die Empfindlichkeit des Gebiets. Dies müsste nun auch den Mitgliedern des Kommunalunternehmens klar geworden sein. Auch dass deren Vorhaben sich erheblich negativ auswirkt, wenn nicht die vorgeschlagenen Maßnahmen sicher umgesetzt werden, bestätigt das Gutachten. Zwar kommt das Gutachten – wen wundert's – zu dem Ergebnis, dass die Pläne unter strengen Auflagen teilweise umweltverträglich umsetzbar wären. Aber diese Auflagen sind deutlich, die Hürden hoch!
Schon von Anfang an hat die BINS ein ganzjähriges Tempolimit auf Tempo 60 im Speicherkoog gefordert. Mit der Auflage, Tempo 40 einzuführen, geht das Gutachten darüber sogar hinaus. Und das zu Recht. Als erhebliche Beeinträchtigungen des Lebensraums und Störungen der Arten im Speicherkoog wertet das Gutachten außerdem: Kollisionen mit Fahrzeugen, nächtliche Beleuchtung, Konflikte durch Störungen entlang von Straßen und Konflikte durch akustische und optische Störungen. „Auch darauf haben wir immer wieder hingewiesen.“ betont Wencke Lehmacher, 2. Vorsitzende der BINS, und ergänzt: „Das Gutachten bestätigt unsere Kritik auf voller Linie.“
Einem weiteren Ausbau der Gastronomie und Veranstaltungsbranche im Speicherkoog erteilt das Gutachten eine ganz klare Absage: „Es ist auszuschließen, dass in den Veranstaltungsräumen in Nordermeldorf und im Nationalparkhaus Meldorf private Feierlichkeiten mit Live-Musik oder Tonbandmusik stattfinden dürfen, die nicht nur zu einem erheblichen Mehrverkehr, sondern auch zu einer akustischen Lärmbelastung führen“, so steht es auf Seite 107 ausdrücklich zu lesen.
Die geplante Ferienhaussiedlung fällt offenbar ein wenig größer als die 55 „Einheiten“, von denen das KU stets geredet hat. Das FFH-Gutachten zitiert den Entwurf der „Bietergemeinschaft Ferienhäuser Speicherkoog“ unter Führung von Roger Priegnitz. Danach sind insgesamt 70 Ferienhäuser in 4er oder 5er Gruppen als Reihenhäuser geplant, mit zusammen 180 Betten als Übernachtungsmöglichkeiten. Bei der Berechnung der übers Jahr dadurch anfallenden zusätzlichen Autofahrten ins Gebiet des Speicherkoogs ergibt sich durch Addition der im Gutachten geschätzten Verkehrszunahmen ein Horror-Wert: fast 60 000 zusätzliche Autofahrten pro Jahr.
Die BINS sieht sich durch das Gutachten in all ihren Positionen bestärkt und bestätigt und lehnt deshalb weiterhin jede Ausweitung des Tourismus im Speicherkoog ab. „Wir haben immer noch die Hoffnung, dass die Planer im KU erkennen, welche wichtige Rolle der Speicherkoog als Brut- und Rastgebiet für die Biodiversität spielt. In Zeiten des Klimawandels und Artensterbens müssen die Mitglieder des KU endlich zur Vernunft kommen.“ meint Tanja Matthies, Vorsitzende der BINS. Mit der Prüfung des Verfahrens hat die BINS bereits einen Fachanwalt beauftragt und lässt renommierte Gutachter parallel das FFH-Gutachten prüfen. Wer die Arbeit der BINS unterstützen möchte, findet alle Möglichkeiten uns Spenden zukommen zu lassen, auf unserer Homepage: www.bi-speicherkoog.de

 

DLZ 26.02.2021 Schlammschlacht im Meldorfer Hafen - zweiter Teil

 

DLZ 25.02.2021 Speicherkoog: Tempo 40 ein Muss

 

DLZ 16.02.2021  Gutachten zum Speicherkoog kommt auf den Tisch

 

Pressemitteilung 09.02.2021: Ferienhaussiedlung doch nicht so umweltverträglich?

Noch immer liegt für die geplante Ferienhaussiedlung im Speicherkoog kein Umweltverträglichkeitsgutachten vor. Nach der Planung des Kommunalunternehmens sollte diese schon im Herbst 2020 erscheinen, lässt aber bislang auf sich warten. Zuletzt hieß es, das Gutachten würde im Januar 2021 vorgelegt werden. Inzwischen haben wir Februar 2021. Das Gutachten liegt immer noch nicht vor. Was ist da los?

Das Gutachten war bereits am 02.12.2020 Gegenstand der Sitzung des Verwaltungsrats des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog (kurz: KU). Herr Schwormstede und Frau Jacob vom Landschaftsplanungsbüro Jacob hatten damals den Sachstand der Umweltverträglichkeitsprüfung dargelegt. Frau Jacob hatte klargestellt, dass die Auswirkungen für das Gebiet schwer zu fassen und breit gefächert seien, da insbesondere der Faktor Mensch nicht klar vorhersehbar sei. Sie hatte eine Liste von Maßnahmen vorgestellt, die zwingend umgesetzt werden müssen, wenn das Vorhaben überhaupt mit dem Naturschutz in Einklang umsetzbar sein soll. Unverzichtbar sei ein Besucherlenkungskonzept, um Menschen aus sensiblen Bereichen herauszuhalten.

Der Umstand, dass das Gutachten bis heute nicht vorliegt, wirft die Frage auf, ob das KU keine Eile hat oder keine Lösung.  Zuletzt war das KU intensiv mit sich selbst und den überaus hohen angefallenen Kosten beschäftigt. Ja, es drohte sogar das Auseinanderbrechen des KU, weil Elpersbüttel freimütig bekannte, die hohen Beiträge zum KU nicht aufbringen zu können. Und deshalb auch nichts mehr ins KU investieren wollte. Da kommt das Ergebnis, dass die Umsetzung der Pläne nur mit übermäßig hohen Hürden und damit weiteren Kosten umsetzbar sein würde, natürlich ungelegen.
Auf genau diese Problematik hatten Naturschützer bereits seit Jahren hingewiesen. Das KU versuchte, ein vermeintlich ökologisches Projekt ganz nach dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“ voranzutreiben. Erst durch das erhöhte Interesse der Öffentlichkeit ist der Druck an die fachlichen Anforderungen des Umweltgutachtens gestiegen.

Die inzwischen viermonatige Verzögerung  legt den Verdacht nahe, dass die Gutachter bislang nicht zu dem vom KU gewünschten Ergebnis gekommen sind, dass eine umweltverträgliche Umsetzung der Pläne, im Speicherkoog eine Ferienaussiedlung zu bauen, möglich ist. Rechtliche Voraussetzung ist und bleibt, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der naturschutzfachlichen Belange sicher ausgeschlossen werden kann. Und das dürfte nicht so einfach sein.

Nach Auffassung der BINS ist das Vorhaben des KU keinesfalls umweltverträglich umsetzbar. Nicht ohne Grund hat Frau Jacob bei der Sitzung des Verwaltungsrats den Unsicherheitsfaktor Mensch so hervorgehoben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass immer wieder unbedachtes Verhalten von Naherholungsuchenden zu Störungen der Vogelwelt im Speicherkoog geführt hat. Diese werden auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein, weshalb eine Erweiterung der touristischen Nutzung unterbleiben muss. Nicht vergessen werden darf, dass ein Vogel nicht unterscheidet, ob ein Mensch ihm gegenüber wohl gesonnen ist oder Böses im Schilde führt. Ein Vogel reagiert auf anwesende Menschen, weshalb der menschliche Einfluss auf das Ökosystem im Speicherkoog minimal gehalten werden muss.

 

DLZ 07.12.2020 Kostenfaktor Vandalismus am Deich

 

Pressemitteilung 06.12.2020: Finanzkrise im Kommunalunternehmen

Im DLZ-Artikel vom 05. Dezember 2020 wird der Eindruck erweckt, alle Planungen im Speicherkoog gingen problemlos voran. Dem ist aber bei weitem nicht so. Wencke Lehmacher, 2. Vorsitzende der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog e.V. (BINS e.V.), die regelmäßig für die BINS die Sitzungen des Kommunalunternehmens  beobachtet, hat die Sitzung insgesamt ganz anders wahrgenommen als Frau Andrea Hanssen von der DLZ.

Richtig ist, dass Herr Schwormstede vom Landschaftsplanungsbüro Jacob zunächst einen Sachstandsbericht zum Bebauungsplan für das Nationalparkhaus gab. Die Planungen sollen demnach zu Ende geführt werden, um das Projekt eventuell irgendwann verwirklichen zu können. Da die Förderfähigkeit jedoch nicht anerkannt wurde, fehlen alle Mittel für die praktische Umsetzung.

Den Hauptteil des Vortrags übernahm Frau Jacob, die  persönlich den Sachstand der Umweltverträglichkeitsprüfung (FFH-Gutachten) für alle Bauvorhaben im Speicherkoog vorstellte. Sie machte klar, dass die Auswirkungen für das Gebiet schwer zu fassen und breit gefächert seien, da der Faktor Mensch nicht klar vorhersehbar sei. Eine umweltverträgliche Umsetzung der Pläne sei nur bei Insekten schonender Beleuchtung, Maßnahmen, um Vogelschlag an Fensterscheiben zu verhindern, tiersichere Abfall-Sammelbehälter, Abholzungen und allen weiteren Umbaumaßnahmen nur außerhalb der Schutzfristen (Paarungs- und Brutzeit), Geschwindigkeitsbeschränkungen im gesamten Gebiet auf 40 km/h, Leinenzwang für Hunde und Rücknahme der Sichtbeziehung in empfindlichen Bereichen möglich.

Zentral ist laut Frau Jacob ein vernünftiges Besucherlenkungskonzept, um Menschen aus sensiblen Bereichen herauszuhalten. Und nur, wenn dies alles gewährleistet sei, könne die Umweltverträglichkeit anerkannt werden.

Über die Umsetzung der Maßnahmen wurde in der Sitzung des Kommunalunternehmens nicht gesprochen, aber die Finanzierung der ganzen Sache wird sicherlich spannend werden.

Der Kreistags- und Landtagsabgeordnete sowie stellvertretende Dithmarscher Landrat, Volker Nielssen, war bei der Sitzung nach eigener Aussage als Gast zugegen. Nach seiner Ansicht sollten NABU, Kreis und Land bei der Finanzierung der Besucherlenkung mithelfen.

Interessant wurde die Sitzung im weiteren Verlauf, als es um die Finanzlage des Kommunalunternehmens ging. Die Gemeinden Elpersbüttel und Nordermeldorf machten klar, dass die Zahlungen an das Kommunalunternehmen ihren Gemeindehaushalt sprengten und die für 2021 geplanten Zuweisungen in Höhe von 62.725€ (pro Gemeinde!) viel zu hoch seien.
Zunächst diskutierte das Kommunalunternehmen über die Aufnahme eines neuen Kredits, um die bereits gescheiterten Planungen für das Nationalparkhaus bezahlen zu können. Diese Kosten hatte man in die Zukunft verschoben in Erwartung fließender Fördergelder. Bei dieser Diskussion wurde erneut deutlich, wie zerrissen das Kommunalunternehmen inzwischen ist. Elpersbüttel stimmte mit seinen beiden Vertretern gegen die neuen Schulden, Nordermeldorf (zwei Stimmen) und Meldorf (4 Stimmen) stimmten dafür. Die künftigen Generationen werden nicht nur die Folgen der immer weiter zunehmenden Lebensraumzerstörung zu tragen haben, sondern auch noch die Kosten dafür.

Danach ging es um die Planung der Saison 2021. Herr Oing als Vorsitzender des KU stellte dar, dass einige Investitionen nötig seien. Bei den kleineren Beträgen waren alle einverstanden, aber die Anschaffung von 20 neuen Strandkörben für 20.000€ von der Stiftung Mensch und Maßnahmen zur Umgestaltung des Sanitärbereichs in Elpersbüttel (wegen der vielen Wohnmobilisten) in Höhe von 50.000€ wurden lange diskutiert. Der Umbau der Wasch- und Duschräume in Elpersbüttel wurde daraufhin vertagt, über die Strandkörbe wurde abgestimmt: mit 4 Ja-Stimmen aus Meldorf und 4 Gegenstimmen aus Elpersbüttel und Nordermeldorf wurde die Investition in die Strandkörbe abgelehnt.

Dass der gesamte Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 durchging, ist nur einem Vertreter aus Nordermeldorf zu verdanken, der sich bei der nächsten Abstimmung enthielt, so dass ein Abstimmungsergebnis von 4:3:1 vorlag.

Bedauerlich, dass von all diesen Vorgängen NICHTS in der DLZ zu lesen war!

 

DLZ 04.12.2020 Nationalparkhaus: Kreis signalisiert Daumen hoch

 

DLZ 16.11.2020 Erweiterung Wattwurm gefordert

 

DLZ 27.10.2020 Erster BINS-Vogel-Kiek

Das erste Treffen zum Vogel-Kiek im Speicherkoog, das die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) veranstaltete, hatte eine unerwartet gute Resonanz. Bei durchwachsenem Wetter kamen 16 Interessierte.
Nach der Begrüßung erläuterte Vorsitzende und Hobbyornithologin Tanja Matthies die internationale Bedeutung des Speicherkoogs und der weiteren Naturschutzköge an der Westküste für die Vogelwelt als Brut- und Rastgebiet. Neben Informationen über das Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch, wo das Treffen stattfand, informierte die BINS die Teilnehmer auch über das Naturschutzgebiet Kronenloch, das mit seinen großen zusammenhängenden Schilfbeständen und der Salzwasserlagune ganz anderen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum biete. Angesprochen wurden die unterschiedlichen Pflegemaßnahmen der verschiedenen Lebensraumtypen. Anschließend wurde gemeinsam mit Hilfe von Spektiv und Ferngläsern die Vogelwelt am Wöhrdener Loch erkundet. Bei auflaufendem Wasser hielten sich eine große Anzahl an Brandgänsen, einige Ringelgänse, rastende Große Brachvögel und Alpenstrandläufer im und am Wasser auf. Außerdem gab es Kiebitze, Austernfischer, Säbelschnäbler, Pfuhlschnepfen, Weißwangengänse und verschiedene Möwen zu sehen. Neben den Vogelbeobachtungen gab es viel Gesprächsbedarf zwischen den Teilnehmern. Die Pläne zum Bau der Ferienhäuser, das Ende der Konikbeweidung in dem Gebiet, beobachtete Verstöße und der starke Durchgangsverkehr wurden angesprochen. Es wird sicher nicht der letzte Vogel-Kiek der BINS gewesen sein. Veranstaltungen werden auf www.bi-speicherkoog.de angekündigt.

 

 

DLZ 22.10.2020 Kreispolitik: Verwahrloste Tiere darf es im Speicherkoog nicht mehr geben

 

Pressemitteilung 09.10.2020: Spendenaufruf der BINS online - Verhindert die Ferienhäuser im Speicherkoog Dithmarschen! -

Der Kampf um den touristischen Ausbau des Dithmarscher Speicherkoogs geht in die nächste Runde. Mit Hilfe von „Crowdfunding“ sammelt die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS e.V.) nun übers Internet Spenden. Dafür musste sich der Verein bei Deutschlands größter Spendenplattform betterblace.org als gemeinnütziger Verein registrieren lassen. Mit dem gesammelten Geld sollen die Baupläne des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog (kurz: KU) von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Fachanwalt geprüft werden. Diese Vorprüfung ist notwendig, um  ein Klageverfahren eines klageberechtigten Naturschutzverbands vorzubereiten.

Der Dithmarscher Speicherkoog ist Teil eines europäischen Vogelschutzgebiets, das für Brut- und Rastvögel internationale Bedeutung hat. Das Gebiet ist nach Angaben der Stiftung Naturschutz im vergangenen Jahr das einzige Gebiet in Schleswig-Holstein – und damit vermutlich auch deutschlandweit - gewesen, in dem der Kampfläufer erfolgreich gebrütet hat. Außerdem brütet hier die international vom Aussterben bedrohte und besonders störungsempfindliche Uferschnepfe. Auch seltene Orchideen-Arten sind hier noch zu finden.

Die Gemeinden Elpersbüttel, Nordermeldorf und die Stadt Meldorf haben sich zum Kommunalunternehmen Tourismusförderung Speicherkoog zusammengeschlossen. Sie beabsichtigen, eine Ferienhaussiedlung (mit etwa 50-60 Häusern), einen Wohnmobilstellplatz und weitere Übernachtungsmöglichkeiten in den Speicherkoog zu bauen.

Der Verein sieht durch die Pläne den Artenschutz in Gefahr und möchte dieses Vogelparadies so erhalten, wie es jetzt ist. Daher soll der Ausbau der touristischen Infrastruktur, insbesondere die Schaffung von weiteren Übernachtungsmöglichkeiten im Dithmarscher Speicherkoog verhindert werden.

 

DLZ 06.10.2020 Im Speicherkoog sollen nun endlich Resultate folgen

 

DLZ 04.10.2020 Zeit, um Speck anzusetzen (Anmerkung: Bericht über die Vögel im Speicherkoog)

 

DLZ 25.09.2020 Kommunalunternehmen droht zu zerbrechen

 

DLZ 14.09.2020 Trotz allem zufrieden (Anmerkung: Bericht über Bernd Graf und die Saison am Surfsee)

 

Pressemitteilung 09.09.2020: BINS wird Verein

Die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) hat sich in einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein umgewandelt. Die Eintragung in das Vereinsgericht hat das Amtsgericht Pinneberg am 06.08.2020 vorgenommen. Zur Vorsitzenden des Vereins, der künftig BINS e.V. heißt, wurde einstimmig die bekannte Naturschützerin und Juristin Tanja Matthies gewählt. Als Stellvertreterin fungiert Wencke Lehmacher, die Biologin Dr. Ilka Hasselmeier rundet das Führungstrio als Kassenwartin ab.
Die BINS plant als nächstes eine umfangreiche Spenden-Sammelaktion. Ziel ist es, Gelder für die juristische Prüfung des anstehenden Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplante Ferienhaussiedlung im Speicherkoog einzuwerben.  Da die Gemeinnützigkeit bereits anerkannt wurde, lassen sich nun Geldspenden sowie die Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen.
Neue Mitglieder und Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen. Einen Antrag auf Mitgliedschaft bietet die BINS auf Ihrer Homepage www.bi-speicherkoog.de zum Download an. Auch die Möglichkeiten, den Verein mit Geldspenden zu unterstützen, sind dort zu finden.

 

DLZ 08.09.2020 Die Koniks sind nun weg

 

Pressemitteilung 20.08.2020: BINS kämpft weiter
Auch nach der Ablehnung der Petition gegen die Ferienhaussiedlung im Speicherkoog will die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) weiter gegen das Bauvorhaben mobilisieren. Der Eindruck, den das Kommunalunternehmen Tourismusförderung Speicherkoog (KU) mit seiner kürzlichen Bekanntgabe weiterer Planungshilfen für die Investorengruppe erweckt, dass das Projekt bald abgeschlossen sei, ist falsch. „Noch ist kein Bebauungsplan in Kraft und die Umweltverträglichkeitsprüfung liegt nicht vor“, erklärte Wencke Lehmacher, Co-Sprecherin der BINS. „Und wenn sie veröffentlicht werden, werden wir sie rechtlich prüfen lassen.“ Derzeit werfe das KU schlecht ausgegebenem Geld nur weiteres Geld hinterher.
Ungewöhnlich wirkt, dass der Beschluss des Petitionsausschusses nun über die Zeitung öffentlich gemacht wurde, bevor auch nur die Petentin und Sprecherin der BINS Tanja Matthies davon offiziell Kenntnis bekommen hat. Überrascht von dem Ergebnis der Petition ist sie jedoch nicht, da sie bereits bei dem Anhörungstermin im Januar darauf hingewiesen worden war, dass es sich hier um eine Angelegenheit der kommunalen Selbstverwaltung handele. Die Prüfungskompetenz des Petitionsausschusses ist daher begrenzt auf das bisherige Bauleitplanverfahren. „Die Ablehnung der Petition bedeutet nicht, dass die Pläne letztlich rechtmäßig sind. Das entscheidet sich erst in der letzten Stufe des Bebauungsplanverfahrens, das noch läuft“ erläutert Matthies. Und sie stellt abschließend fest: „Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die weiteren Übernachtungsmöglichkeiten zu verhindern.“

 

DLZ 02.08.2020 Scharfe Bilder vom Hafen (Webcam hier anschauen)

 

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In Zeiten von Corona ist das Sammeln von Spendengeldern für Zwecke, die nicht mit dem Virus in Zusammenhang stehen, besonders schwierig. Daher hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) die Idee, 100 Behelfsmasken für den guten Zweck zu nähen. Dabei kamen jeweils mehr als 300 € für die Wildtierhilfe in Fiel und die BINS zusammen.

Über die sozialen Netzwerke waren die Masken schnell verkauft. Wegen des guten Kontakts zur Wildtierhilfe in Fiel war den Mitgliedern der BINS bekannt, dass gerade jetzt im Frühjahr, hohe Kosten auf die Wildtierhilfe zukommen, weil um diese Jahreszeit viele verwaiste oder verletzte Jungtiere dort abgegeben werden. Auch verletzte Tiere, die im Speicherkoog gefunden wurden, haben Dirk und Rosi Fußbahn schon erfolgreich aufgepäppelt. Daher fiel es der BINS nicht schwer, die Masken auch zu Gunsten der Wildtierhilfe zu verkaufen, die zudem die Arbeit der BINS immer unterstützt hat. Dirk Fußbahn nahm das Geld dankbar entgegen.

Auch die BINS ist auf Spenden angewiesen. Die Pläne, im Speicherkoog u.a. eine Ferienhaussiedlung zu errichten, möchte die BINS von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Nur so kann ein mögliches Klageverfahren eines Naturschutzverbands, mit dem die BINS in engem Kontakt steht, gegen die geplante Ferienhaussiedlung vorbereitet werden. Die BINS setzt sind zudem für die Durchsetzung des Naturschutzes im Speicherkoog ein, damit dieses sensible Gebiet auch in Zukunft das Zuhause seltener Tier- und Pflanzenarten bleibt. Weitere Informationen zu den Zielen der BINS und Möglichkeiten, die BINS – auch finanziell – zu unterstützen, sind auf der Homepage (www.bi-speicherkoog.de) zu finden.