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Das Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch

NSG Wöhrdener Loch 2018 fast ausgetrocknet

Im Norden – zwischen Warwerort und der Querstraße nach Christianskoog, also nördlich Badestelle Nordermeldorf, liegt das Wöhrdener Loch, das seit 1990 Naturschutzgebiet ist und eine Fläche von ca. 490 ha aufweist.

 

Anders als beim Kronenloch lautet hier das Ziel: offenes Grünland, Feuchtwiesen und Sumpfbiotope mit entsprechender Tierwelt. Denn der Deichbau und die Entwässerung des Binnenlandes führten dazu, dass immer Weideflächen, feuchte Wiesen, Moore und Bruchwälder wegfielen. Die Tiere wanderten in den Speicherkoog ab (Uferschnepfe, Kampfläufer, Bekassine, Braunkehlchen). Hinzu kamen Kiebitz, Feldlerche, Wiesenpieper.

 

Dieser Lebensraum kann nur erhalten werden, wenn er entsprechend gepflegt wird. Wasserstände müssen angehoben und gehalten werden, Gebüsch entfernt werden, Ausbreiten des Schilfs durch extensive Beweidung/Mahd verhindert werden. Die Pflege dieser Flächen ist kosten- und personalintensiv – für den Erhalt der Brutgebiete aber unerlässlich. Durch die Entwässerung des Binnenlandes hat der Mensch bestimmten Arten ihren Lebensraum genommen. Wenn wir das Artensterben aufhalten wollen, müssen wir die wenigen geeigneten Lebensräume erhalten und – wenn wie hier erforderlich – entsprechend pflegen.

 

Seit 2004 weiden Koniks im Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch. Sie stammen aus einem Naturschutz-Projekt aus Holland. Inzwischen sind es über 90 Ponys.

 

Außerdem halten Schafe und Rinder die Vegetation in Schach. Unterschiedliche Weidetiere haben unterschiedliches Fressverhalten und schaffen unterschiedliche Strukturen. So können unterschiedliche Bedürfnisse der unterschiedlichen Vogelarten erfüllt werden. Schon vor Jahren haben sich die Verantwortlichen darauf geeinigt, dass die Beweidung mittelfristig ohne Schafe erfolgen soll – kein leichtes Ziel in Dithmarschen.