Startseite
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Presse aktuell

Hier sind einige Links zu aktuellen Artikeln rund um den Speicherkoog und unsere Pressemitteilungen zu finden:

 

DLZ 25.05.2021 Rücktritt auf Amtsebene  (Anmerkung: Bericht über den Rücktritt von Uwe Vornheim im KU)

 

DLZ 21.05.2021 Koniks: Wenig Aussicht auf Gewissheit

 

DLZ 14.05.2021 Das Kapitel Koniks ist beendet

 

DLZ 13.04.2021 Das nächste Kapitel im Konik-Drama

 

DLZ 15.03.2021 Hand in Hand für den Naturschutz (Anmerkung: Bericht über das Angeln im Speicherkoog)


DLZ 10.03.2021 Sanfter Tourismus mit Selbstgebrautem

 

Pressemitteilung 04.03.2021: Hohe Hürden und starke Einschränkungen - FFH-Gutachten erteilt KU-Bauplänen einen Dämpfer

Hohe Anforderungen an den Naturschutz stellt das am 09.02.2021 veröffentlichte Umweltverträglichkeitsgutachten zu den Bebauungsplänen des Kommunalunternehmens im Speicherkoog. Dazu kommen deutliche Einschränkungen bei den geplanten Nutzungen. Alle Punkte, die die BINS im Rahmen des geplanten Ausbaus des Tourismus schon vorher als kritisch herausgestellt hatte, werden in dem Gutachten bestätigt. Warum der NABU Dithmarschen bei seiner Stellungnahme bleibt, dass keine Einwendungen bestehen, ist spätestens jetzt nicht mehr nachvollziehbar.
Die strengen Auflagen in dem vom Landschaftsplanungsbüro JACOB │FICHTNER erstellten FFH-Gutachten (Flora-Fauna-Habitat) verdeutlichen den Wert und die Empfindlichkeit des Gebiets. Dies müsste nun auch den Mitgliedern des Kommunalunternehmens klar geworden sein. Auch dass deren Vorhaben sich erheblich negativ auswirkt, wenn nicht die vorgeschlagenen Maßnahmen sicher umgesetzt werden, bestätigt das Gutachten. Zwar kommt das Gutachten – wen wundert's – zu dem Ergebnis, dass die Pläne unter strengen Auflagen teilweise umweltverträglich umsetzbar wären. Aber diese Auflagen sind deutlich, die Hürden hoch!
Schon von Anfang an hat die BINS ein ganzjähriges Tempolimit auf Tempo 60 im Speicherkoog gefordert. Mit der Auflage, Tempo 40 einzuführen, geht das Gutachten darüber sogar hinaus. Und das zu Recht. Als erhebliche Beeinträchtigungen des Lebensraums und Störungen der Arten im Speicherkoog wertet das Gutachten außerdem: Kollisionen mit Fahrzeugen, nächtliche Beleuchtung, Konflikte durch Störungen entlang von Straßen und Konflikte durch akustische und optische Störungen. „Auch darauf haben wir immer wieder hingewiesen.“ betont Wencke Lehmacher, 2. Vorsitzende der BINS, und ergänzt: „Das Gutachten bestätigt unsere Kritik auf voller Linie.“
Einem weiteren Ausbau der Gastronomie und Veranstaltungsbranche im Speicherkoog erteilt das Gutachten eine ganz klare Absage: „Es ist auszuschließen, dass in den Veranstaltungsräumen in Nordermeldorf und im Nationalparkhaus Meldorf private Feierlichkeiten mit Live-Musik oder Tonbandmusik stattfinden dürfen, die nicht nur zu einem erheblichen Mehrverkehr, sondern auch zu einer akustischen Lärmbelastung führen“, so steht es auf Seite 107 ausdrücklich zu lesen.
Die geplante Ferienhaussiedlung fällt offenbar ein wenig größer als die 55 „Einheiten“, von denen das KU stets geredet hat. Das FFH-Gutachten zitiert den Entwurf der „Bietergemeinschaft Ferienhäuser Speicherkoog“ unter Führung von Roger Priegnitz. Danach sind insgesamt 70 Ferienhäuser in 4er oder 5er Gruppen als Reihenhäuser geplant, mit zusammen 180 Betten als Übernachtungsmöglichkeiten. Bei der Berechnung der übers Jahr dadurch anfallenden zusätzlichen Autofahrten ins Gebiet des Speicherkoogs ergibt sich durch Addition der im Gutachten geschätzten Verkehrszunahmen ein Horror-Wert: fast 60 000 zusätzliche Autofahrten pro Jahr.
Die BINS sieht sich durch das Gutachten in all ihren Positionen bestärkt und bestätigt und lehnt deshalb weiterhin jede Ausweitung des Tourismus im Speicherkoog ab. „Wir haben immer noch die Hoffnung, dass die Planer im KU erkennen, welche wichtige Rolle der Speicherkoog als Brut- und Rastgebiet für die Biodiversität spielt. In Zeiten des Klimawandels und Artensterbens müssen die Mitglieder des KU endlich zur Vernunft kommen.“ meint Tanja Matthies, Vorsitzende der BINS. Mit der Prüfung des Verfahrens hat die BINS bereits einen Fachanwalt beauftragt und lässt renommierte Gutachter parallel das FFH-Gutachten prüfen. Wer die Arbeit der BINS unterstützen möchte, findet alle Möglichkeiten uns Spenden zukommen zu lassen, auf unserer Homepage: www.bi-speicherkoog.de

 

DLZ 26.02.2021 Schlammschlacht im Meldorfer Hafen - zweiter Teil

 

DLZ 25.02.2021 Speicherkoog: Tempo 40 ein Muss

 

DLZ 16.02.2021  Gutachten zum Speicherkoog kommt auf den Tisch

 

Pressemitteilung 09.02.2021: Ferienhaussiedlung doch nicht so umweltverträglich?

Noch immer liegt für die geplante Ferienhaussiedlung im Speicherkoog kein Umweltverträglichkeitsgutachten vor. Nach der Planung des Kommunalunternehmens sollte diese schon im Herbst 2020 erscheinen, lässt aber bislang auf sich warten. Zuletzt hieß es, das Gutachten würde im Januar 2021 vorgelegt werden. Inzwischen haben wir Februar 2021. Das Gutachten liegt immer noch nicht vor. Was ist da los?

Das Gutachten war bereits am 02.12.2020 Gegenstand der Sitzung des Verwaltungsrats des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog (kurz: KU). Herr Schwormstede und Frau Jacob vom Landschaftsplanungsbüro Jacob hatten damals den Sachstand der Umweltverträglichkeitsprüfung dargelegt. Frau Jacob hatte klargestellt, dass die Auswirkungen für das Gebiet schwer zu fassen und breit gefächert seien, da insbesondere der Faktor Mensch nicht klar vorhersehbar sei. Sie hatte eine Liste von Maßnahmen vorgestellt, die zwingend umgesetzt werden müssen, wenn das Vorhaben überhaupt mit dem Naturschutz in Einklang umsetzbar sein soll. Unverzichtbar sei ein Besucherlenkungskonzept, um Menschen aus sensiblen Bereichen herauszuhalten.

Der Umstand, dass das Gutachten bis heute nicht vorliegt, wirft die Frage auf, ob das KU keine Eile hat oder keine Lösung.  Zuletzt war das KU intensiv mit sich selbst und den überaus hohen angefallenen Kosten beschäftigt. Ja, es drohte sogar das Auseinanderbrechen des KU, weil Elpersbüttel freimütig bekannte, die hohen Beiträge zum KU nicht aufbringen zu können. Und deshalb auch nichts mehr ins KU investieren wollte. Da kommt das Ergebnis, dass die Umsetzung der Pläne nur mit übermäßig hohen Hürden und damit weiteren Kosten umsetzbar sein würde, natürlich ungelegen.
Auf genau diese Problematik hatten Naturschützer bereits seit Jahren hingewiesen. Das KU versuchte, ein vermeintlich ökologisches Projekt ganz nach dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“ voranzutreiben. Erst durch das erhöhte Interesse der Öffentlichkeit ist der Druck an die fachlichen Anforderungen des Umweltgutachtens gestiegen.

Die inzwischen viermonatige Verzögerung  legt den Verdacht nahe, dass die Gutachter bislang nicht zu dem vom KU gewünschten Ergebnis gekommen sind, dass eine umweltverträgliche Umsetzung der Pläne, im Speicherkoog eine Ferienaussiedlung zu bauen, möglich ist. Rechtliche Voraussetzung ist und bleibt, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der naturschutzfachlichen Belange sicher ausgeschlossen werden kann. Und das dürfte nicht so einfach sein.

Nach Auffassung der BINS ist das Vorhaben des KU keinesfalls umweltverträglich umsetzbar. Nicht ohne Grund hat Frau Jacob bei der Sitzung des Verwaltungsrats den Unsicherheitsfaktor Mensch so hervorgehoben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass immer wieder unbedachtes Verhalten von Naherholungsuchenden zu Störungen der Vogelwelt im Speicherkoog geführt hat. Diese werden auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein, weshalb eine Erweiterung der touristischen Nutzung unterbleiben muss. Nicht vergessen werden darf, dass ein Vogel nicht unterscheidet, ob ein Mensch ihm gegenüber wohl gesonnen ist oder Böses im Schilde führt. Ein Vogel reagiert auf anwesende Menschen, weshalb der menschliche Einfluss auf das Ökosystem im Speicherkoog minimal gehalten werden muss.

 

DLZ 07.12.2020 Kostenfaktor Vandalismus am Deich

 

Pressemitteilung 06.12.2020: Finanzkrise im Kommunalunternehmen

Im DLZ-Artikel vom 05. Dezember 2020 wird der Eindruck erweckt, alle Planungen im Speicherkoog gingen problemlos voran. Dem ist aber bei weitem nicht so. Wencke Lehmacher, 2. Vorsitzende der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog e.V. (BINS e.V.), die regelmäßig für die BINS die Sitzungen des Kommunalunternehmens  beobachtet, hat die Sitzung insgesamt ganz anders wahrgenommen als Frau Andrea Hanssen von der DLZ.

Richtig ist, dass Herr Schwormstede vom Landschaftsplanungsbüro Jacob zunächst einen Sachstandsbericht zum Bebauungsplan für das Nationalparkhaus gab. Die Planungen sollen demnach zu Ende geführt werden, um das Projekt eventuell irgendwann verwirklichen zu können. Da die Förderfähigkeit jedoch nicht anerkannt wurde, fehlen alle Mittel für die praktische Umsetzung.

Den Hauptteil des Vortrags übernahm Frau Jacob, die  persönlich den Sachstand der Umweltverträglichkeitsprüfung (FFH-Gutachten) für alle Bauvorhaben im Speicherkoog vorstellte. Sie machte klar, dass die Auswirkungen für das Gebiet schwer zu fassen und breit gefächert seien, da der Faktor Mensch nicht klar vorhersehbar sei. Eine umweltverträgliche Umsetzung der Pläne sei nur bei Insekten schonender Beleuchtung, Maßnahmen, um Vogelschlag an Fensterscheiben zu verhindern, tiersichere Abfall-Sammelbehälter, Abholzungen und allen weiteren Umbaumaßnahmen nur außerhalb der Schutzfristen (Paarungs- und Brutzeit), Geschwindigkeitsbeschränkungen im gesamten Gebiet auf 40 km/h, Leinenzwang für Hunde und Rücknahme der Sichtbeziehung in empfindlichen Bereichen möglich.

Zentral ist laut Frau Jacob ein vernünftiges Besucherlenkungskonzept, um Menschen aus sensiblen Bereichen herauszuhalten. Und nur, wenn dies alles gewährleistet sei, könne die Umweltverträglichkeit anerkannt werden.

Über die Umsetzung der Maßnahmen wurde in der Sitzung des Kommunalunternehmens nicht gesprochen, aber die Finanzierung der ganzen Sache wird sicherlich spannend werden.

Der Kreistags- und Landtagsabgeordnete sowie stellvertretende Dithmarscher Landrat, Volker Nielssen, war bei der Sitzung nach eigener Aussage als Gast zugegen. Nach seiner Ansicht sollten NABU, Kreis und Land bei der Finanzierung der Besucherlenkung mithelfen.

Interessant wurde die Sitzung im weiteren Verlauf, als es um die Finanzlage des Kommunalunternehmens ging. Die Gemeinden Elpersbüttel und Nordermeldorf machten klar, dass die Zahlungen an das Kommunalunternehmen ihren Gemeindehaushalt sprengten und die für 2021 geplanten Zuweisungen in Höhe von 62.725€ (pro Gemeinde!) viel zu hoch seien.
Zunächst diskutierte das Kommunalunternehmen über die Aufnahme eines neuen Kredits, um die bereits gescheiterten Planungen für das Nationalparkhaus bezahlen zu können. Diese Kosten hatte man in die Zukunft verschoben in Erwartung fließender Fördergelder. Bei dieser Diskussion wurde erneut deutlich, wie zerrissen das Kommunalunternehmen inzwischen ist. Elpersbüttel stimmte mit seinen beiden Vertretern gegen die neuen Schulden, Nordermeldorf (zwei Stimmen) und Meldorf (4 Stimmen) stimmten dafür. Die künftigen Generationen werden nicht nur die Folgen der immer weiter zunehmenden Lebensraumzerstörung zu tragen haben, sondern auch noch die Kosten dafür.

Danach ging es um die Planung der Saison 2021. Herr Oing als Vorsitzender des KU stellte dar, dass einige Investitionen nötig seien. Bei den kleineren Beträgen waren alle einverstanden, aber die Anschaffung von 20 neuen Strandkörben für 20.000€ von der Stiftung Mensch und Maßnahmen zur Umgestaltung des Sanitärbereichs in Elpersbüttel (wegen der vielen Wohnmobilisten) in Höhe von 50.000€ wurden lange diskutiert. Der Umbau der Wasch- und Duschräume in Elpersbüttel wurde daraufhin vertagt, über die Strandkörbe wurde abgestimmt: mit 4 Ja-Stimmen aus Meldorf und 4 Gegenstimmen aus Elpersbüttel und Nordermeldorf wurde die Investition in die Strandkörbe abgelehnt.

Dass der gesamte Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 durchging, ist nur einem Vertreter aus Nordermeldorf zu verdanken, der sich bei der nächsten Abstimmung enthielt, so dass ein Abstimmungsergebnis von 4:3:1 vorlag.

Bedauerlich, dass von all diesen Vorgängen NICHTS in der DLZ zu lesen war!

 

DLZ 04.12.2020 Nationalparkhaus: Kreis signalisiert Daumen hoch

 

DLZ 16.11.2020 Erweiterung Wattwurm gefordert

 

DLZ 27.10.2020 Erster BINS-Vogel-Kiek

Das erste Treffen zum Vogel-Kiek im Speicherkoog, das die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) veranstaltete, hatte eine unerwartet gute Resonanz. Bei durchwachsenem Wetter kamen 16 Interessierte.
Nach der Begrüßung erläuterte Vorsitzende und Hobbyornithologin Tanja Matthies die internationale Bedeutung des Speicherkoogs und der weiteren Naturschutzköge an der Westküste für die Vogelwelt als Brut- und Rastgebiet. Neben Informationen über das Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch, wo das Treffen stattfand, informierte die BINS die Teilnehmer auch über das Naturschutzgebiet Kronenloch, das mit seinen großen zusammenhängenden Schilfbeständen und der Salzwasserlagune ganz anderen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum biete. Angesprochen wurden die unterschiedlichen Pflegemaßnahmen der verschiedenen Lebensraumtypen. Anschließend wurde gemeinsam mit Hilfe von Spektiv und Ferngläsern die Vogelwelt am Wöhrdener Loch erkundet. Bei auflaufendem Wasser hielten sich eine große Anzahl an Brandgänsen, einige Ringelgänse, rastende Große Brachvögel und Alpenstrandläufer im und am Wasser auf. Außerdem gab es Kiebitze, Austernfischer, Säbelschnäbler, Pfuhlschnepfen, Weißwangengänse und verschiedene Möwen zu sehen. Neben den Vogelbeobachtungen gab es viel Gesprächsbedarf zwischen den Teilnehmern. Die Pläne zum Bau der Ferienhäuser, das Ende der Konikbeweidung in dem Gebiet, beobachtete Verstöße und der starke Durchgangsverkehr wurden angesprochen. Es wird sicher nicht der letzte Vogel-Kiek der BINS gewesen sein. Veranstaltungen werden auf www.bi-speicherkoog.de angekündigt.

 

 

DLZ 22.10.2020 Kreispolitik: Verwahrloste Tiere darf es im Speicherkoog nicht mehr geben

 

Pressemitteilung 09.10.2020: Spendenaufruf der BINS online - Verhindert die Ferienhäuser im Speicherkoog Dithmarschen! -

Der Kampf um den touristischen Ausbau des Dithmarscher Speicherkoogs geht in die nächste Runde. Mit Hilfe von „Crowdfunding“ sammelt die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS e.V.) nun übers Internet Spenden. Dafür musste sich der Verein bei Deutschlands größter Spendenplattform betterblace.org als gemeinnütziger Verein registrieren lassen. Mit dem gesammelten Geld sollen die Baupläne des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog (kurz: KU) von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Fachanwalt geprüft werden. Diese Vorprüfung ist notwendig, um  ein Klageverfahren eines klageberechtigten Naturschutzverbands vorzubereiten.

Der Dithmarscher Speicherkoog ist Teil eines europäischen Vogelschutzgebiets, das für Brut- und Rastvögel internationale Bedeutung hat. Das Gebiet ist nach Angaben der Stiftung Naturschutz im vergangenen Jahr das einzige Gebiet in Schleswig-Holstein – und damit vermutlich auch deutschlandweit - gewesen, in dem der Kampfläufer erfolgreich gebrütet hat. Außerdem brütet hier die international vom Aussterben bedrohte und besonders störungsempfindliche Uferschnepfe. Auch seltene Orchideen-Arten sind hier noch zu finden.

Die Gemeinden Elpersbüttel, Nordermeldorf und die Stadt Meldorf haben sich zum Kommunalunternehmen Tourismusförderung Speicherkoog zusammengeschlossen. Sie beabsichtigen, eine Ferienhaussiedlung (mit etwa 50-60 Häusern), einen Wohnmobilstellplatz und weitere Übernachtungsmöglichkeiten in den Speicherkoog zu bauen.

Der Verein sieht durch die Pläne den Artenschutz in Gefahr und möchte dieses Vogelparadies so erhalten, wie es jetzt ist. Daher soll der Ausbau der touristischen Infrastruktur, insbesondere die Schaffung von weiteren Übernachtungsmöglichkeiten im Dithmarscher Speicherkoog verhindert werden.

 

DLZ 06.10.2020 Im Speicherkoog sollen nun endlich Resultate folgen

 

DLZ 04.10.2020 Zeit, um Speck anzusetzen (Anmerkung: Bericht über die Vögel im Speicherkoog)

 

DLZ 25.09.2020 Kommunalunternehmen droht zu zerbrechen

 

DLZ 14.09.2020 Trotz allem zufrieden (Anmerkung: Bericht über Bernd Graf und die Saison am Surfsee)

 

Pressemitteilung 09.09.2020: BINS wird Verein

Die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) hat sich in einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein umgewandelt. Die Eintragung in das Vereinsgericht hat das Amtsgericht Pinneberg am 06.08.2020 vorgenommen. Zur Vorsitzenden des Vereins, der künftig BINS e.V. heißt, wurde einstimmig die bekannte Naturschützerin und Juristin Tanja Matthies gewählt. Als Stellvertreterin fungiert Wencke Lehmacher, die Biologin Dr. Ilka Hasselmeier rundet das Führungstrio als Kassenwartin ab.
Die BINS plant als nächstes eine umfangreiche Spenden-Sammelaktion. Ziel ist es, Gelder für die juristische Prüfung des anstehenden Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplante Ferienhaussiedlung im Speicherkoog einzuwerben.  Da die Gemeinnützigkeit bereits anerkannt wurde, lassen sich nun Geldspenden sowie die Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen.
Neue Mitglieder und Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen. Einen Antrag auf Mitgliedschaft bietet die BINS auf Ihrer Homepage www.bi-speicherkoog.de zum Download an. Auch die Möglichkeiten, den Verein mit Geldspenden zu unterstützen, sind dort zu finden.

 

DLZ 08.09.2020 Die Koniks sind nun weg

 

Pressemitteilung 20.08.2020: BINS kämpft weiter
Auch nach der Ablehnung der Petition gegen die Ferienhaussiedlung im Speicherkoog will die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) weiter gegen das Bauvorhaben mobilisieren. Der Eindruck, den das Kommunalunternehmen Tourismusförderung Speicherkoog (KU) mit seiner kürzlichen Bekanntgabe weiterer Planungshilfen für die Investorengruppe erweckt, dass das Projekt bald abgeschlossen sei, ist falsch. „Noch ist kein Bebauungsplan in Kraft und die Umweltverträglichkeitsprüfung liegt nicht vor“, erklärte Wencke Lehmacher, Co-Sprecherin der BINS. „Und wenn sie veröffentlicht werden, werden wir sie rechtlich prüfen lassen.“ Derzeit werfe das KU schlecht ausgegebenem Geld nur weiteres Geld hinterher.
Ungewöhnlich wirkt, dass der Beschluss des Petitionsausschusses nun über die Zeitung öffentlich gemacht wurde, bevor auch nur die Petentin und Sprecherin der BINS Tanja Matthies davon offiziell Kenntnis bekommen hat. Überrascht von dem Ergebnis der Petition ist sie jedoch nicht, da sie bereits bei dem Anhörungstermin im Januar darauf hingewiesen worden war, dass es sich hier um eine Angelegenheit der kommunalen Selbstverwaltung handele. Die Prüfungskompetenz des Petitionsausschusses ist daher begrenzt auf das bisherige Bauleitplanverfahren. „Die Ablehnung der Petition bedeutet nicht, dass die Pläne letztlich rechtmäßig sind. Das entscheidet sich erst in der letzten Stufe des Bebauungsplanverfahrens, das noch läuft“ erläutert Matthies. Und sie stellt abschließend fest: „Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die weiteren Übernachtungsmöglichkeiten zu verhindern.“

 

DLZ 02.08.2020 Scharfe Bilder vom Hafen (Webcam hier anschauen)

 

DLZ 30.07.2020 Von Hamburg nicht weit weg: Anna Meissner betreibt seit 2019 "Das Ding am Deich"

 

DLZ 29.07.2020 Bildungsarbeit und Kontrollen: Personalwechsel bei den FÖJ-lern im Speicherkoog

 

DLZ 13.06.2020 Gerettete und aufgepäppelte Koniks verlassen Nordermeldorf

 

DLZ 26.05.2020 Landrat hält Fortsetzung der Konik-Beweidung für unrealistisch 

 

DLZ 25.05.2020 300 Euro die Wildtierhilfe - BINS-Mitglieder unterstützen und nähen Behelfsmasken

In Zeiten von Corona ist das Sammeln von Spendengeldern für Zwecke, die nicht mit dem Virus in Zusammenhang stehen, besonders schwierig. Daher hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) die Idee, 100 Behelfsmasken für den guten Zweck zu nähen. Dabei kamen jeweils mehr als 300 € für die Wildtierhilfe in Fiel und die BINS zusammen.

Über die sozialen Netzwerke waren die Masken schnell verkauft. Wegen des guten Kontakts zur Wildtierhilfe in Fiel war den Mitgliedern der BINS bekannt, dass gerade jetzt im Frühjahr, hohe Kosten auf die Wildtierhilfe zukommen, weil um diese Jahreszeit viele verwaiste oder verletzte Jungtiere dort abgegeben werden. Auch verletzte Tiere, die im Speicherkoog gefunden wurden, haben Dirk und Rosi Fußbahn schon erfolgreich aufgepäppelt. Daher fiel es der BINS nicht schwer, die Masken auch zu Gunsten der Wildtierhilfe zu verkaufen, die zudem die Arbeit der BINS immer unterstützt hat. Dirk Fußbahn nahm das Geld dankbar entgegen.

Auch die BINS ist auf Spenden angewiesen. Die Pläne, im Speicherkoog u.a. eine Ferienhaussiedlung zu errichten, möchte die BINS von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Nur so kann ein mögliches Klageverfahren eines Naturschutzverbands, mit dem die BINS in engem Kontakt steht, gegen die geplante Ferienhaussiedlung vorbereitet werden. Die BINS setzt sind zudem für die Durchsetzung des Naturschutzes im Speicherkoog ein, damit dieses sensible Gebiet auch in Zukunft das Zuhause seltener Tier- und Pflanzenarten bleibt. Weitere Informationen zu den Zielen der BINS und Möglichkeiten, die BINS – auch finanziell – zu unterstützen, sind auf der Homepage (www.bi-speicherkoog.de) zu finden.