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Presse aktuell

Hier sind einige Links zu aktuellen Artikeln rund um den Speicherkoog und unsere Pressemitteilungen zu finden:

 

DLZ 07.12.2020 Kostenfaktor Vandalismus am Deich

 

Pressemitteilung 06.12.2020: Finanzkrise im Kommunalunternehmen

Im DLZ-Artikel vom 05. Dezember 2020 wird der Eindruck erweckt, alle Planungen im Speicherkoog gingen problemlos voran. Dem ist aber bei weitem nicht so. Wencke Lehmacher, 2. Vorsitzende der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog e.V. (BINS e.V.), die regelmäßig für die BINS die Sitzungen des Kommunalunternehmens  beobachtet, hat die Sitzung insgesamt ganz anders wahrgenommen als Frau Andrea Hanssen von der DLZ.

Richtig ist, dass Herr Schwormstede vom Landschaftsplanungsbüro Jacob zunächst einen Sachstandsbericht zum Bebauungsplan für das Nationalparkhaus gab. Die Planungen sollen demnach zu Ende geführt werden, um das Projekt eventuell irgendwann verwirklichen zu können. Da die Förderfähigkeit jedoch nicht anerkannt wurde, fehlen alle Mittel für die praktische Umsetzung.

Den Hauptteil des Vortrags übernahm Frau Jacob, die  persönlich den Sachstand der Umweltverträglichkeitsprüfung (FFH-Gutachten) für alle Bauvorhaben im Speicherkoog vorstellte. Sie machte klar, dass die Auswirkungen für das Gebiet schwer zu fassen und breit gefächert seien, da der Faktor Mensch nicht klar vorhersehbar sei. Eine umweltverträgliche Umsetzung der Pläne sei nur bei Insekten schonender Beleuchtung, Maßnahmen, um Vogelschlag an Fensterscheiben zu verhindern, tiersichere Abfall-Sammelbehälter, Abholzungen und allen weiteren Umbaumaßnahmen nur außerhalb der Schutzfristen (Paarungs- und Brutzeit), Geschwindigkeitsbeschränkungen im gesamten Gebiet auf 40 km/h, Leinenzwang für Hunde und Rücknahme der Sichtbeziehung in empfindlichen Bereichen möglich.

Zentral ist laut Frau Jacob ein vernünftiges Besucherlenkungskonzept, um Menschen aus sensiblen Bereichen herauszuhalten. Und nur, wenn dies alles gewährleistet sei, könne die Umweltverträglichkeit anerkannt werden.

Über die Umsetzung der Maßnahmen wurde in der Sitzung des Kommunalunternehmens nicht gesprochen, aber die Finanzierung der ganzen Sache wird sicherlich spannend werden.

Der Kreistags- und Landtagsabgeordnete sowie stellvertretende Dithmarscher Landrat, Volker Nielssen, war bei der Sitzung nach eigener Aussage als Gast zugegen. Nach seiner Ansicht sollten NABU, Kreis und Land bei der Finanzierung der Besucherlenkung mithelfen.

Interessant wurde die Sitzung im weiteren Verlauf, als es um die Finanzlage des Kommunalunternehmens ging. Die Gemeinden Elpersbüttel und Nordermeldorf machten klar, dass die Zahlungen an das Kommunalunternehmen ihren Gemeindehaushalt sprengten und die für 2021 geplanten Zuweisungen in Höhe von 62.725€ (pro Gemeinde!) viel zu hoch seien.
Zunächst diskutierte das Kommunalunternehmen über die Aufnahme eines neuen Kredits, um die bereits gescheiterten Planungen für das Nationalparkhaus bezahlen zu können. Diese Kosten hatte man in die Zukunft verschoben in Erwartung fließender Fördergelder. Bei dieser Diskussion wurde erneut deutlich, wie zerrissen das Kommunalunternehmen inzwischen ist. Elpersbüttel stimmte mit seinen beiden Vertretern gegen die neuen Schulden, Nordermeldorf (zwei Stimmen) und Meldorf (4 Stimmen) stimmten dafür. Die künftigen Generationen werden nicht nur die Folgen der immer weiter zunehmenden Lebensraumzerstörung zu tragen haben, sondern auch noch die Kosten dafür.

Danach ging es um die Planung der Saison 2021. Herr Oing als Vorsitzender des KU stellte dar, dass einige Investitionen nötig seien. Bei den kleineren Beträgen waren alle einverstanden, aber die Anschaffung von 20 neuen Strandkörben für 20.000€ von der Stiftung Mensch und Maßnahmen zur Umgestaltung des Sanitärbereichs in Elpersbüttel (wegen der vielen Wohnmobilisten) in Höhe von 50.000€ wurden lange diskutiert. Der Umbau der Wasch- und Duschräume in Elpersbüttel wurde daraufhin vertagt, über die Strandkörbe wurde abgestimmt: mit 4 Ja-Stimmen aus Meldorf und 4 Gegenstimmen aus Elpersbüttel und Nordermeldorf wurde die Investition in die Strandkörbe abgelehnt.

Dass der gesamte Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 durchging, ist nur einem Vertreter aus Nordermeldorf zu verdanken, der sich bei der nächsten Abstimmung enthielt, so dass ein Abstimmungsergebnis von 4:3:1 vorlag.

Bedauerlich, dass von all diesen Vorgängen NICHTS in der DLZ zu lesen war!

 

DLZ 04.12.2020 Nationalparkhaus: Kreis signalisiert Daumen hoch

 

DLZ 16.11.2020 Erweiterung Wattwurm gefordert

 

DLZ 27.10.2020 Erster BINS-Vogel-Kiek

Das erste Treffen zum Vogel-Kiek im Speicherkoog, das die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) veranstaltete, hatte eine unerwartet gute Resonanz. Bei durchwachsenem Wetter kamen 16 Interessierte.
Nach der Begrüßung erläuterte Vorsitzende und Hobbyornithologin Tanja Matthies die internationale Bedeutung des Speicherkoogs und der weiteren Naturschutzköge an der Westküste für die Vogelwelt als Brut- und Rastgebiet. Neben Informationen über das Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch, wo das Treffen stattfand, informierte die BINS die Teilnehmer auch über das Naturschutzgebiet Kronenloch, das mit seinen großen zusammenhängenden Schilfbeständen und der Salzwasserlagune ganz anderen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum biete. Angesprochen wurden die unterschiedlichen Pflegemaßnahmen der verschiedenen Lebensraumtypen. Anschließend wurde gemeinsam mit Hilfe von Spektiv und Ferngläsern die Vogelwelt am Wöhrdener Loch erkundet. Bei auflaufendem Wasser hielten sich eine große Anzahl an Brandgänsen, einige Ringelgänse, rastende Große Brachvögel und Alpenstrandläufer im und am Wasser auf. Außerdem gab es Kiebitze, Austernfischer, Säbelschnäbler, Pfuhlschnepfen, Weißwangengänse und verschiedene Möwen zu sehen. Neben den Vogelbeobachtungen gab es viel Gesprächsbedarf zwischen den Teilnehmern. Die Pläne zum Bau der Ferienhäuser, das Ende der Konikbeweidung in dem Gebiet, beobachtete Verstöße und der starke Durchgangsverkehr wurden angesprochen. Es wird sicher nicht der letzte Vogel-Kiek der BINS gewesen sein. Veranstaltungen werden auf www.bi-speicherkoog.de angekündigt.

 

 

DLZ 22.10.2020 Kreispolitik: Verwahrloste Tiere darf es im Speicherkoog nicht mehr geben

 

Pressemitteilung 09.10.2020: Spendenaufruf der BINS online - Verhindert die Ferienhäuser im Speicherkoog Dithmarschen! -

Der Kampf um den touristischen Ausbau des Dithmarscher Speicherkoogs geht in die nächste Runde. Mit Hilfe von „Crowdfunding“ sammelt die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS e.V.) nun übers Internet Spenden. Dafür musste sich der Verein bei Deutschlands größter Spendenplattform betterblace.org als gemeinnütziger Verein registrieren lassen. Mit dem gesammelten Geld sollen die Baupläne des Kommunalunternehmens Tourismusförderung Speicherkoog (kurz: KU) von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Fachanwalt geprüft werden. Diese Vorprüfung ist notwendig, um  ein Klageverfahren eines klageberechtigten Naturschutzverbands vorzubereiten.

Der Dithmarscher Speicherkoog ist Teil eines europäischen Vogelschutzgebiets, das für Brut- und Rastvögel internationale Bedeutung hat. Das Gebiet ist nach Angaben der Stiftung Naturschutz im vergangenen Jahr das einzige Gebiet in Schleswig-Holstein – und damit vermutlich auch deutschlandweit - gewesen, in dem der Kampfläufer erfolgreich gebrütet hat. Außerdem brütet hier die international vom Aussterben bedrohte und besonders störungsempfindliche Uferschnepfe. Auch seltene Orchideen-Arten sind hier noch zu finden.

Die Gemeinden Elpersbüttel, Nordermeldorf und die Stadt Meldorf haben sich zum Kommunalunternehmen Tourismusförderung Speicherkoog zusammengeschlossen. Sie beabsichtigen, eine Ferienhaussiedlung (mit etwa 50-60 Häusern), einen Wohnmobilstellplatz und weitere Übernachtungsmöglichkeiten in den Speicherkoog zu bauen.

Der Verein sieht durch die Pläne den Artenschutz in Gefahr und möchte dieses Vogelparadies so erhalten, wie es jetzt ist. Daher soll der Ausbau der touristischen Infrastruktur, insbesondere die Schaffung von weiteren Übernachtungsmöglichkeiten im Dithmarscher Speicherkoog verhindert werden.

 

DLZ 06.10.2020 Im Speicherkoog sollen nun endlich Resultate folgen

 

DLZ 04.10.2020 Zeit, um Speck anzusetzen (Anmerkung: Bericht über die Vögel im Speicherkoog)

 

DLZ 25.09.2020 Kommunalunternehmen droht zu zerbrechen

 

DLZ 14.09.2020 Trotz allem zufrieden (Anmerkung: Bericht über Bernd Graf und die Saison am Surfsee)

 

Pressemitteilung 09.09.2020: BINS wird Verein

Die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) hat sich in einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein umgewandelt. Die Eintragung in das Vereinsgericht hat das Amtsgericht Pinneberg am 06.08.2020 vorgenommen. Zur Vorsitzenden des Vereins, der künftig BINS e.V. heißt, wurde einstimmig die bekannte Naturschützerin und Juristin Tanja Matthies gewählt. Als Stellvertreterin fungiert Wencke Lehmacher, die Biologin Dr. Ilka Hasselmeier rundet das Führungstrio als Kassenwartin ab.
Die BINS plant als nächstes eine umfangreiche Spenden-Sammelaktion. Ziel ist es, Gelder für die juristische Prüfung des anstehenden Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplante Ferienhaussiedlung im Speicherkoog einzuwerben.  Da die Gemeinnützigkeit bereits anerkannt wurde, lassen sich nun Geldspenden sowie die Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen.
Neue Mitglieder und Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen. Einen Antrag auf Mitgliedschaft bietet die BINS auf Ihrer Homepage www.bi-speicherkoog.de zum Download an. Auch die Möglichkeiten, den Verein mit Geldspenden zu unterstützen, sind dort zu finden.

 

DLZ 08.09.2020 Die Koniks sind nun weg

 

Pressemitteilung 20.08.2020: BINS kämpft weiter
Auch nach der Ablehnung der Petition gegen die Ferienhaussiedlung im Speicherkoog will die Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) weiter gegen das Bauvorhaben mobilisieren. Der Eindruck, den das Kommunalunternehmen Tourismusförderung Speicherkoog (KU) mit seiner kürzlichen Bekanntgabe weiterer Planungshilfen für die Investorengruppe erweckt, dass das Projekt bald abgeschlossen sei, ist falsch. „Noch ist kein Bebauungsplan in Kraft und die Umweltverträglichkeitsprüfung liegt nicht vor“, erklärte Wencke Lehmacher, Co-Sprecherin der BINS. „Und wenn sie veröffentlicht werden, werden wir sie rechtlich prüfen lassen.“ Derzeit werfe das KU schlecht ausgegebenem Geld nur weiteres Geld hinterher.
Ungewöhnlich wirkt, dass der Beschluss des Petitionsausschusses nun über die Zeitung öffentlich gemacht wurde, bevor auch nur die Petentin und Sprecherin der BINS Tanja Matthies davon offiziell Kenntnis bekommen hat. Überrascht von dem Ergebnis der Petition ist sie jedoch nicht, da sie bereits bei dem Anhörungstermin im Januar darauf hingewiesen worden war, dass es sich hier um eine Angelegenheit der kommunalen Selbstverwaltung handele. Die Prüfungskompetenz des Petitionsausschusses ist daher begrenzt auf das bisherige Bauleitplanverfahren. „Die Ablehnung der Petition bedeutet nicht, dass die Pläne letztlich rechtmäßig sind. Das entscheidet sich erst in der letzten Stufe des Bebauungsplanverfahrens, das noch läuft“ erläutert Matthies. Und sie stellt abschließend fest: „Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die weiteren Übernachtungsmöglichkeiten zu verhindern.“

 

DLZ 02.08.2020 Scharfe Bilder vom Hafen (Webcam hier anschauen)

 

DLZ 30.07.2020 Von Hamburg nicht weit weg: Anna Meissner betreibt seit 2019 "Das Ding am Deich"

 

DLZ 29.07.2020 Bildungsarbeit und Kontrollen: Personalwechsel bei den FÖJ-lern im Speicherkoog

 

DLZ 13.06.2020 Gerettete und aufgepäppelte Koniks verlassen Nordermeldorf

 

DLZ 26.05.2020 Landrat hält Fortsetzung der Konik-Beweidung für unrealistisch 

 

DLZ 25.05.2020 300 Euro die Wildtierhilfe - BINS-Mitglieder unterstützen und nähen Behelfsmasken

In Zeiten von Corona ist das Sammeln von Spendengeldern für Zwecke, die nicht mit dem Virus in Zusammenhang stehen, besonders schwierig. Daher hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) die Idee, 100 Behelfsmasken für den guten Zweck zu nähen. Dabei kamen jeweils mehr als 300 € für die Wildtierhilfe in Fiel und die BINS zusammen.

Über die sozialen Netzwerke waren die Masken schnell verkauft. Wegen des guten Kontakts zur Wildtierhilfe in Fiel war den Mitgliedern der BINS bekannt, dass gerade jetzt im Frühjahr, hohe Kosten auf die Wildtierhilfe zukommen, weil um diese Jahreszeit viele verwaiste oder verletzte Jungtiere dort abgegeben werden. Auch verletzte Tiere, die im Speicherkoog gefunden wurden, haben Dirk und Rosi Fußbahn schon erfolgreich aufgepäppelt. Daher fiel es der BINS nicht schwer, die Masken auch zu Gunsten der Wildtierhilfe zu verkaufen, die zudem die Arbeit der BINS immer unterstützt hat. Dirk Fußbahn nahm das Geld dankbar entgegen.

Auch die BINS ist auf Spenden angewiesen. Die Pläne, im Speicherkoog u.a. eine Ferienhaussiedlung zu errichten, möchte die BINS von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Nur so kann ein mögliches Klageverfahren eines Naturschutzverbands, mit dem die BINS in engem Kontakt steht, gegen die geplante Ferienhaussiedlung vorbereitet werden. Die BINS setzt sind zudem für die Durchsetzung des Naturschutzes im Speicherkoog ein, damit dieses sensible Gebiet auch in Zukunft das Zuhause seltener Tier- und Pflanzenarten bleibt. Weitere Informationen zu den Zielen der BINS und Möglichkeiten, die BINS – auch finanziell – zu unterstützen, sind auf der Homepage (www.bi-speicherkoog.de) zu finden.